Frankreich Teil 2 🇫🇷

Auf unserer Fahrt in Richtung Paris machten wir noch auf dem Parkplatz eines Sportplatzes halt. Dort blieben wir zwei Nächte und genossen die schöne französische Gegend. Der kleine Ort war umgeben von vielen Feldern und Wiesen, die sich perfekt zum Spazierengehen eigneten. An einem kleinen Fluss sahen wir dann auch noch Bisamratten, die sich auf der Wiese sonnten. Beim Kochen wanderten noch ein paar halbstarke Jungs zum Fußballtraining, die sich vor Angst fast in die Hose gemacht haben als sie mich sahen. Was für Waschlappen.

In etwa 8 Kilometern Entfernung konnte ich die Schreie von tausenden Kindern hören, die den Spaß ihres Lebens hatten. Es konnte sich also nur um Disneyland handeln! Dort durfte ich aber leider nicht rein, weshalb wir einfach daran vorbeifuhren und direkt Kurs auf Paris genommen haben. Zuvor wollten wir noch einkaufen, was in Frankreich mit einem 2.50 Meter hohen Camper gar nicht so einfach ist. Die meisten Supermärkte haben eine Höhenbeschränkung von 2.2 Metern, die mit einer großen Schranke versehen ist. Glücklicherweise haben wir es aber doch geschafft, nicht zu verhungern.

In Paris gönnten wir uns auf dem Campingplatz gleich mal eine Flasche Champagner, die es dort beim Aldi für schlappe 16,99 € gab. Es gibt schlechtere Wege, gemütlich in den Tag zu starten. Je mehr man davon trank, desto besser wurde er dann auch. Ein paar Bierchen und Weinchen später fuhren wir mit der Metro in die Stadt, zum Eiffelturm. Wow, was für ein toller Anblick! Das riesige, mit tausenden Lichtern beleuchtete Turm stand mitten in der Dunkelheit vor uns und versprühte sofort Romantik pur. Zum Glück fanden wir eine Parkbank mit einer tollen Sicht auf das Wahrzeichen von Paris. Bei einem Kerl kauften wir noch eine Flasche Wein aus einem Eimer und genossen den tollen Anblick für eine Weile, bevor wir uns den Eiffelturm aus der Nähe ansahen, bevor wir wieder nach Hause fuhren. Wir drängten uns neben Instabitches und Möchtegern-Fotografen, die sich sogar auf dem Mittelstreifen einer viel befahrenen Straße posierten.

Den nächsten Tag starteten wir so, wie wir den letzten beendeten, mit einem Gläschen zum Frühstück. Gemütlich fuhren wir Nachmittags noch einmal in die Stadt und genossen das typische Touristen-Programm. Nachdem wir die Sehenswürdigkeiten abgeklappert haben, und nach einigem suchen Raclette gegessen haben, ging es schon wieder nach Hause ins Bett. Paris ist eine unglaubliche Stadt, die man unbedingt besuchen sollte. Auf jeden Fall hat sie es in die Top 3 der schönsten Städte unserer bisherigen Reise geschafft.
Am nächsten Morgen beschlossen wir (leicht verkatert) noch eine Nacht auf dem Campingplatz zu bleiben und den Schimmel aus unserem Bus zu entfernen. Puh, das muss für meine Untertanen ganz schön anstrengend gewesen sein, denn sie sahen sehr gestresst aus. Ich hab mich inzwischen in der Sonne gewälzt und hab ihnen dabei zugesehen. Abends gingen wir noch zum Vietnamesen zum Essen.

Nach unserer üblichen Morgenroutine ging es weiter durch das schöne Frankreich. Wir besorgten uns noch etwas Schimmelspray und Raumentfeuchter, bevor wir wieder etwas Strecke machten. Bei einer einsamen, alten Windmühle schlugen wir unser Nachtlager auf. Dort war es so windig, dass wir unsere Nudeln im Bus kochen mussten, da die Gasflamme von unserem Gaskocher immer aus ging. Unsere Nachbarn, die in einem neueren Camper neben uns nächtigten, ließen sich nicht blicken, was uns nicht störte. Während dem Frühstück am nächsten Morgen wurden wir von einem Bauern begrüßt, der gerade das Feld neben uns gespritzt hat. Zum Glück haben wir es noch rechtzeitig in Deckung geschafft. Es lebe das gesunde Gemüse…

Nach einem ziemlich ereignislosen Tag erreichten wir an einem sehr abgelegenen Flussufer unser Lager für die nächsten zwei Nächte. Wir genossen die Ruhe und chillten uns mal wieder ordentlich einen ab, was schon lange wieder überfällig war. Ebenso überfällig war mal wieder eine Dusche, die wir uns am Tag unserer Weiterfahrt gönnten. Viele Campingplatzbetreiber sind so freundlich und lassen uns nur kurz das Bad benutzen, ohne eine Nacht dort schlafen zu müssen. Die nächsten Kilometer fuhren sich sehr angenehm auf den französischen Straßen durch Weinberge und schöne kleine Ortschaften, bis wir das Chateau Breze erreichten. Eine Weinprobe und eine Flasche Weißwein später ging es leicht angesüffelt weiter auf unserer Tour. Schlösser sieht man in Frankreich einige. Es gibt dort über 40.000 Schlösser aus dem 9. bis 21. Jahrhundert, die man besuchen und besichtigen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert