🇱🇹 Litauen · Teil 2

Roadtrip Litauen Teil 2

von Milow 2 Min. Lesezeit 3 Kommentare

Auch diese Nacht haben wir gut überstanden, und am Morgen ging es wie gewohnt weiter. Die Schießübungen ganz in der Nähe fielen uns nach einer kurzen Eingewöhnung gar nicht mehr auf und störten unseren Schlaf nicht weiter. Das stundenlange Sitzen im Bus und das Geschaukel über schlechte Straßen hatten uns aber alle ziemlich geschlaucht. Statt wie geplant die Landzunge bei Klaipėda zu besuchen, fanden wir an einem See in Dovilai einen tollen Stellplatz. Dort gefiel es uns so gut, dass wir gleich zwei Tage blieben. Gemacht haben wir nicht viel außer schlafen, essen und natürlich baden. Die Zeit war sehr entspannt, und der Platz gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsplätzen in ganz Litauen.

Weil wir eine Fähre für den 31.08. gebucht hatten, hieß es irgendwann wieder aufbrechen, denn wir wollten ja auch noch einiges sehen. Als Erstes war die Landzunge bei Klaipėda dran. Eigentlich durfte ich nicht mit an den Strand, aber nach 30 Minuten Fußmarsch bei 35 Grad in der Sonne war uns das ziemlich egal. Viel baden, viel in der Sonne liegen – und schon ging es weiter. Manchmal kommt es mir vor, als wären wir Termintouristen, die von einer Attraktion zur nächsten sprinten. Zum Glück kommt das Entspannen trotzdem nicht zu kurz.

Die Kurische Nehrung ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man in Litauen ist. Man setzt mit der Fähre über und zahlt pro Person nur 2,60 € für Hin- und Rückfahrt. Wer die ganze Landzunge erkunden möchte, nimmt am besten ein Fahrrad mit. Leihen kann man sich auch eins, das ist aber eher teuer. Außerdem fahren Taxis zum gewünschten Strandabschnitt. Die Strände sind sehr sauber, aber auch an einige Regeln geknüpft. Schatten gibt es dort so gut wie keinen, zumindest nicht dort, wo wir waren. Dafür bekommt man glasklares Wasser, einen fast weißen Strand und einen einmaligen Blick aufs Meer mit Dünenkulisse.

Mein Fazit zu Litauen: Litauen ist ein wirklich schönes Land. Die Leute sind sehr freundlich, das Essen schmeckt, und die Preise sind etwas günstiger als bei uns in Deutschland. Die Straßen sind allerdings teilweise sehr schlecht. Mit einem 2.700 Kilogramm schweren T4 mit langem Radstand werden sie zur echten Herausforderung, wenn man sie stundenlang befahren muss. Die schöne Landschaft bietet viele Wiesen für Nutztiere und etwa 6.000 tolle Seen. Wildcampen ist in Litauen grundsätzlich erlaubt, aber nicht ganz einfach. Weil fast jede Straße zu einem Haus führt, bleibt nach stundenlanger Suche oft nur der nächste Campingplatz. Dafür steht an fast jeder Ecke ein Dixi-Klo.

3 Kommentare

  1. Carmen

    Hallo Milow, ich glaube du hast auch ein paar Seehund -Gene in dir weil du so gerne badest😉

    1. Milow

      Ein bisschen Delfin ist auch mit drin, weil ich gern mal ausflippere. Hehe

  2. Carmen

    😂😂😂😂

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